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Welchen Mehrwert soll das Neubaugebiet dem alten Stadtteil bringen?

Mit der Entwicklung der Wasserstadt bietet sich die Chance, die “Ausstattung” des Stadtteils zu verbessern – z.B. im Bereich Nahversorgung, in Hinblick auf Räume für Stadtteilleben…

…was denken Sie?

10 Kommentare
  • plan-zwei

    15. Dezember 2014 at 10:45 Antworten

    Die hier gestellte Frage wurde bei der Themenwerkstatt Stadtteilentwicklung am 27. November 2014 in der Grundschule Kastanienhof mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Einkaufsmöglichkeiten, ein Wochenmarkt, öffentliche Räume, die Treffpunkte für den ganzen Stadtteil Limmer sein können, sowie Freiräume am Wasser – dies sind nur einige der Zielvorstellungen, die auf der ersten Themenwerkstatt benannt wurden.

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    Titel: Themenwerkstatt Stadtteilentwicklung
  • Henry

    8. Januar 2015 at 23:15 Antworten

    Eine hohe Besiedlungsdichte ist eine wichtige Komponente, die eine hohe Vielfalt an kulturellen Angeboten und Bildungsangeboten, Nahversorgungsmöglichkeiten, Unterhaltungsangeboten usw. ermöglicht.
    Ein Beispiel: Wohnen in der Wasserstadt lediglich 2000 Menschen, dann ist das ausreichend Kundschaft für zwei Lebensmittelgeschäfte, wohnen dagegen 5000 Menschen dort, dann sind das genug Kunden nicht nur für 5 Lebensmittelgeschäfte, sondern für 7 oder 8, weil die Auswahl vor Ort dann so groß ist, dass anteilmäßig sehr viel weniger Bewohner auf die Idee kommen außerhalb einzukaufen. Da zumindest Teile von Limmer bereits jetzt recht dicht besiedelt sind, wird dieser Effekt noch mal deutlich verstärkt. Alt-Limmeraner und Neu-Limmeraner profitieren daher von einer hohen Besiedlungsdichte in der Wasserstadt.

    Das Wohnquartier Gilde-Carré in Linden-Mitte beispielsweise hat dem Stadtteil nicht viel gebracht, es sind zu wenig Leute dazugekommen, deutlich weniger als wenn dort, wie es ursprünglich mal geplant war, vier bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser gebaut worden wären.
    Für mich ist der winzig kleine Spielplatz auf dem Gilde-Carré dafür stets ein mahnendes Beispiel. Der ist so klein und bescheiden ausgefallen, dass sich dort nur wenige Kinder aufhalten, bzw. Kinder mit ihren Eltern. Und das sind zumeist nur Kinder, die im Gilde-Carré wohnen. Für die Kinder, die nicht dort wohnen, sind die anderen bereits vorher im Stadtteil vorhandenen Spielplätze so attraktiv, dass sie gar keinen Grund haben, den langweiligen „Winzig-Spielplatz“ auf dem Gilde-Carré aufzusuchen. Wie viele Möglichkeiten sind damit wohl schon verschenkt worden, zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen?

    Aber auch für das Miteinander auskommen oder noch besser das Zusammenwachsen von Alt- und Neu-Limmeranern ist eine hohe Anzahl Neusiedler von Vorteil. Bliebe die Anzahl der Neusiedler klein, dann kommen sie aus der Außenseiterposition der „Zugezogenen“ nicht so leicht heraus. Für die Alt-Limmeraner mag das zunächst verlockend klingen. Sie müssten keine Angst haben, dass sich irgendwas zum Negativen verändert. Aber sie vergeben damit auch die Chance, dass Neuerungen, Veränderungen zum Positiven bewirken können.

    Es ist wohl eine Frage, wie man an die Sache rangeht. Wer als Alt-Limmeraner die Ansiedlung von vielen Menschen in der Wasserstadt als Chance begreift, der kann eine dicht besiedelte Wasserstadt nur begrüßen. Wer dagegen Neuerungen vor allem als Einschränkung des gewohnten Trotts auffasst, der will, dass sich möglichst wenige Menschen in der Wasserstadt ansiedeln, so dass diese alleine schon aufgrund ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit, keine Möglichkeit haben irgendwelches „Unheil anzurichten“.

    Die bereits genannten Beispiele sollten hinleiten auf die Schwimmbadangebote Limmer Volksbad und Fössebad. Beide Bäder zu erhalten, was im Fössebad bedeuten würde nicht nur das Hallenbad zu erhalten, sondern auch das Freibad wieder in Stand zu setzen, dass gelingt dann besser, wenn viele Menschen vor Ort als Besucher dafür in Frage kommen. Das sind letztlich Rechenexempel, die angestellt werden, wenn es darum geht, ob öffentliche Gelder in diesem oder in einem anderen Stadtteil für den Erhalt oder den Ausbau von Schwimmbädern ausgegeben werden. Und eine hohe Besiedlungsdichte ist eine wichtige Komponente bei diesen Rechnungen. Womit ich zum einleitenden Satz zurückgekommen bin!

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    Titel: Limmer Volksbad und Fössebad stärken!
  • Ralf Strobach

    25. Februar 2015 at 12:36 Antworten

    Ich finde die Fragestellung – in diesem Abschnitt als auch in anderen – zu sehr auf Limmer eingeengt. Das Neubaugebiet soll nicht nur dem alten Stadtteil Limmer einen Mehrwert bringen. Er soll auch Linden und Hannover einen Mehrwert bringen: Eine Vergrößerung des Wohnungsangebotes.
    Linden war auch mal ein Dorf und wurde vor 100 Jahren mit 3-5 stöckigen Häusern bebaut. Nun steigen in LInden die Mieten, weil es viele Menschen nach Linden zieht. Warum? Weil es dort durch eine hohe Wohndichte viele Geschäfte, Kneipen, Kulturszene etc gibt. D.h. eine gewisse dichte Bebauung ist nötig, um eine urbane Lebensweise zu ermöglichen. Was liegt da näher als eine alte Fabrikbrache als städtisches Gebiet zu bebauen? Der Wohnungsmarkt in Linden UND Hannover wird entlastet und die Wunstorferstraße kann sich mit 1500-1700 neuen Wohnungen in der Wasserstadt als Geschäftsstraße neu entdecken. Davon profitiert Limmer.

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    Titel: für Limmer UND Linden UND Hannover denken
    • Henry

      25. März 2015 at 12:52 Antworten

      Der aktuelle Bezirksratsbeschluss, mit dem eine dichte Bebauung der Wasserstadt verhindert werden soll, greift zu kurz. Es wird zwar an einige aufgebrachte Bürger in Limmer gedacht, die den dörflichen Charakter ihres Stadtteils gefährdet sehen. Aber es wird nicht an Limmer UND Linden UND Hannover gedacht.
      Eine dichte Besiedlung der Wasserstadt, ein ehemaliges Fabrikgelände, trägt dazu bei andernorts Grün- und Erholungsflächen zu erhalten. Der Egoismus einiger Limmeraner, die ein „Ghetto“ wittern, wenn Einfamilienhäuschen in einem neu zu schaffenden Wohngebiet fehlen und denen Hochhäuser ein Greul sind, dürfen eine stadtweit agierende Verwaltung und Politik nicht davon abhalten, notwendige Entscheidungen zu treffen, die für Limmer UND Linden UND Hannover gut sind.

      Politische Entscheidungen auf Bezirksratsebene haben bisweilen reinen Symbolcharakter. Man will die Bürger im Stadtbezirk nicht verärgern, weiß aber im Grunde darum, dass bestimmte Entscheidungen unumgänglich sind, auch wenn der Protest der vor Ort Betroffenen bisweilen sehr lautstark inszeniert wird.

      Bei der Frage einer dichten Besiedlung der Wasserstadt wurde es meines Erachtens versäumt, rechtzeitig über die Chancen aufzuklären, die sich aus einer dichten Besiedlung ergeben für Limmer UND den ganzen Stadtbezirk Linden-Limmer UND für Hannover.

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      Titel: aktueller Bezirksratbeschluss greift zu kurz
  • Dagmar Knoche-Hentschel

    1. März 2015 at 22:16 Antworten

    Ich wohne im alten Dorf mit Blick auf das alte Contigelände. Für die Entwicklung eines neuen Stadtteils wünsche ich mir, dass es sich anpasst an das alte Dorf. Das heißt, dass es nicht höher als viergeschossige Häuser im Übergang gibt. Ich bin dagegen einen anonymen Stadtteil zu produzieren. Schlechte Beispiele dafür haben wir genug. Um einige zu nennen: osterfelddamm im Roderbruch, den Mühlenberg, das Ihmezentrum, Sahlkamp… Solche Ecken dürfen einfach nicht mehr entstehen. Sie fördern Anonymität, Gewalt, Angst, Schmutz etc. es sollten Neue angenehme Wohnmöglichkeiten entstehen in denen die Menschen gern wohnen und nicht anonym in den Wohnungen verschwinden. Es sollte genügend Möglichkeiten geben, dass die Menschen sich draußen aufhalten können. Es sollte genügend Raum geben für alle Menschen. Auch Kinder und Jugendliche sollten ihren Raum dort bekommen. Für Senioren müssen erreichbare Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten entstehen. Es sollten Cafés mit Wasserblick überlegt werden. Nicht wie damals am Ihmezentrum – wo nur Beton lebt. Ich möchte mich dort wohl fühlen. Mit dem Fahrrad unbedenklich unterwegs sein können. Es sollten auch genügend Lichtpunkte gesetzte werden so dass auch im dunklen ein unterwegssein im Stad tteil möglich ist.
    Es sollte auf jeden Fall auch eine Turn- Freizeithalle dort überlegt werden, die für Bewegungsangebote genutzt werden kann. Vielleicht auch eine Skatehalle. Da solche Angebote immer zu kurz ausfallen. Den Kindern- und Jugendlichen fehlen in der Regel Bewegungsräume im Winter. Grünflächen dürfen auch nicht zu kurz kommen. Sowohl zum Gärtnern als auch zum Aufhalten. Es darf also nicht zu eng bebaut werden damit genügend Freiraum für alle bleibt.

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    Titel: Stadtentwicklung
  • Martina

    29. Juni 2015 at 12:43 Antworten

    5000 Bewohnen ermöglichen eine Ansiedlung von 7-8 Supermärkten mit dem dazugehörigen Lieferverkehr in den frühen Morgenstunden… In der Folge Kundenverkehr, überwiegend mit Auto aus den umliegenden Stadtteilen von früh bis spät, Raumbedarf für Parkplätze…..etc. Klingt für mich eher trist, weil „gefühlt“ dann schon mindestens 15 % der zur Verfügung stehenden Fläche mit langweiliger Zweckbebauung und Autoabstellflächen verunstaltet wäre. Von der Lärm- und weiteren Belästigung durch den zusätzlichen Autoverkehr ganz zu schweigen. Wohnqualität sieht anders aus.

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    Titel: Mehr Supermärkte
    • Ralf Strobach

      30. Juli 2015 at 0:09 Antworten

      Diese Zahlen halten einer einfachen Nachrechnung nicht Stand: Linden-Mitte und Linden-Nord haben zusammen (!) 8 Supermärkte. (Wenn man vereinfachend mal die kleineren Humus, Biologisch und denns als einen zählt.) Nur sind das 28.500 EinwohnerInnen! Rein mathematisch gesehen: 28.500 Einwohner ./. 8 Supermärkte = 3500 EinwohnerInnen pro Supermarkt.
      Bei der Wasserstadt wären das :
      Bei 1500-1700 Wohnungen = 4000 EinwohnerInnen genau EIN Supermarkt.
      Bei 1000 Wohnungen = 2500 Einwohner wäre das KEIN Supermarkt.
      Die nächsten Supermärkte In Ahlem sind nämlich nicht so weit weg.
      Einkaufsmöglichkeiten sollten im Wohnumfeld sein, damit nicht das Auto für einen Einkauf nötig ist. Übrigens auch ein Grund, warum die Bürgerinitiative Umweltschutz bereits im April 2014 die erwähnten 1500-1700 Wohnungen für die Wasserstadt vorgeschlagen hat.

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      Titel: Nein, nur EIN Supermarkt
      • Anja Niezel

        30. Juli 2015 at 13:21 Antworten

        Ralf, mehr Bewohner zu fordern, damit Limmer mehr Supermärkte kriegt, damit man dann weniger Autoverkehr hat ist in meinen Augen eine seltsame und realitätsferne Gedankenkette. Limmer hat gerade einen neuen Vollsortimenter REWE bekommen, es gibt zwei Discounter Penny und Bizim und der Riesen Edeka plus Aldi in Ahlem ist von der Wasserstadt nur einen Katzensprung entfernt. Wir haben seit 15 Jahren einen autofreien fünfköpfigen Haushalt direkt neben der Wasserstadt und es war ganz leicht und ist mit dem REWE jetzt noch leichter.

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        Titel: Wohnortnahe Supermärkte sind schon da
  • Steve

    7. Juni 2016 at 21:41 Antworten

    Es wäre doch zu schön alle Wünsche zu erfüllen, Turnhalle, Skaterhalle, viel Grün, die Aufzählungen können so weiter gehen. Aber Fakt ist, dass die Grundstückseigentümer nur Profit machen wollen. Schließlich war der Grundstückskauf teuer genug. Dann die giftigen Nitrosamine im Boden, einfach mit anderer Erde vermischen ist schnell aufgeflogen, nun das Abdecken mit einer Plane (wie lange da wohl die Halbwertzeit ist?) Alles Unkosten, Papenburg kommt nur noch einigermaßen aus der Nummer raus, wenn er viel Geld je Qm kassieren kann, das geht mit Einfamilienhäusern nicht so gut! Also Bebauungspläne mit hoher Ausnutzung schaffen, egal wen man dafür schmieren muss! Auch wenn es Eigentumswohnungen werden (wie im Ihmezentrum damals), aber in 25 Jahren werden daraus Mietwohnungen und dann haben wir ein Ghetto! Wer übenrimmt denn die Garantie, dass die Nitrosamine im Boden drin bleiben und nicht durch die löchrige Folie (wird schon einer perforieren!) kommen???? Die extra gegründete Wasserstadt GmbH wird aufgelöst, wenn alle Grundstücke verkauft sind! Niemand ist dann da um in Haftung genommen zu werden. Das Thema ist hier scheinbar allen völlig EGAL???????

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    Titel: Zu schön um wahr zu sein
  • Thomas

    15. November 2016 at 0:20 Antworten

    Lieber Ralf Strobach,
    du argumentierst in meinen Augen etwas technokratisch, wenn du rechnest: Je mehr Menschen desto mehr Kaufkraft und dann entsteht in der Wasserstadt so ein tolles lebendiges Viertel wie in Linden. Wäre das alles, dann wären das Ihmezentrum oder der Mühlenberger Markt die absoluten Szene-Hotspots. Sind sie aber nicht, oder ? In Linden wäre in den 70er Jahren nach den Plänen ein großer Teil der Altbausubstanz abgerissen und durch Toblerone-Blocks ( siehe Limmerstr. Anfang) o.ä. ersetzt worden. Breite Bürgerproteste haben dazu geführt, dass die Planungen verändert wurden, Menschen ihren Stadtteil mitgestaltet und sich angeeignet haben. Dies hat meiner Meinung nach entscheidend mit zu dem lebendigen Linden geführt, dass wir heute kennen und lieben. Dicht besiedelte Wohngebiete gibt es in Hannover auch anderswo. Nichts anderes versuchen wir in Limmer: Einfluß auf die Planungen zu gewinen und etwas zu entwickeln, dass hierher paßt. Das ist gut für Limmer , Linden und Hannover. Ist das für dich als Vertreter einer Bürgerinitiative kein nachvollziehbarer Gedanke ?
    herzliche Grüße
    Thomas Berus

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    Titel: Herr

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