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Die Wasserstadt soll im zentralen Bereich von Blockrandbebauung oder durch um private Höfe gruppierte Bebauungen geprägt sein.

6 Kommentare
  • Mark Hömke

    25. Februar 2015 at 17:08 Antworten

    In der Entwurfswerkstatt tauchten in allen Gruppen Plätze und Platzfolgen als Städtebauliches Motiv auf. Die Wasserstadt sollte neben Straßen, Wegen und Park-ähnlichen Flächen auch durch baulich gefasste Stadtplätze und Platzfolgen gegliedert werden.

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    Titel: Durch Stadtplätze differenzierter Stadtraum
  • franzF

    28. Februar 2015 at 19:26 Antworten

    Vittorio Lampugnani, Architekt und Professor für Geschichte des Städtebaus an der ETH Zürich: „Städter mögen Altbauwohnungen in Blockrand-Quartieren. Doch seit 100 Jahren baut sie keiner mehr.“ Die Moderne habe dabei versagt, städtische Räume zu schaffen, sagt Lampugnani. Das zeige sich z.B. auch in Zürichs Neubaugebieten: «Man hat eine Siedlung an die andere gereiht. Diese architektonischen Einheiten stehen für sich allein, gehen keine Verbindung miteinander ein. So entsteht keine Stadt.» Als Beispiel könnte auch sein (Lampugnanis) ETH-Institut dienen: Es liegt in einem 60er-Bau, zwischen Feldern auf dem Hönggerberg, abgekoppelt von der Stadt.

    Das Städtische gründet laut Lampugnani auf drei Stützen:
    1. Wohnungen, Büros, Kleingewerbe, Läden und Restaurants müssen sich mischen.
    2. Es braucht eine ausreichende Dichte an Häusern und Menschen.
    3. Strassen, Plätze und Parks müssen sorgfältig als öffentliche Räume gestaltet werden. «Die meisten Blockrand-Quartiere erfüllen diese Bedingungen. Sie sind heute, wie vor 150 Jahren, Bausteine einer lebendigen Stadt.»

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    Titel: Blockrandbebauung
    • Ulrich

      5. März 2015 at 15:06 Antworten

      Selten hat es jemand so auf den Punkt gebracht, wie der zitierte Herr Lampugnani.

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      Titel: “Städter mögen Altbauwohnungen in Blockrand-Quartieren. Doch seit 100 Jahren baut sie keiner mehr.”
  • Richard Rehm

    1. März 2015 at 16:48 Antworten

    Gleichförmig gestalteter Zeilenbau, der sich über einen gesamten Straßenabschnitt zieht, finde ich sehr eintönig so schick und modern er auch gestaltet sein mag. Ich finde die Gründerzeitbebauung in der Hinsicht vorbildhaft, dass sie einen spannungsreichen Strassenraum durch die Kleinteiligkeit und Unterschiedlichigkeit der Fassaden schafft. Außerdem schafft die Blockrandbebauung im Gegensatz zur Zeilenbebebauung einen stärkeren und spannungsreicheren Kontrast von öffentlichen und privaten Freiräumen.

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    Titel: Bitte kein Zeilenbau wie im Spenglerentwurf
  • Ernst Barkhoff

    25. März 2015 at 14:02 Antworten

    Die vom Bezirksrat geforderte Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,8 und eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,3 lässt sich auch mit Einfamilien-Reihenhäusern mit 2 1/2- Geschossen umsetzen. Gleichzeitig wird aber bis zu 4-geschossige Bebauung in dem Beschluss gefordert. In der Kombination mit den GFZ/GRZ-Vorgaben verhindert man so echte Blockrandbebauung.

    Die dann offenen Baufelder laden ein zum Parken im Innenraum (s. Kronsberg) mit an- und abfahrenden Autos rund um die Uhr. Die offenen Baublöcke verhindern eine klare Abgrenzung von einerseits zugeordneten gemeinschaftlich genutzen und andererseits öffentlichen Freiflächen, was in einem gemischten Viertel erfahrungsgemäß nicht ohne Nutzungskonflikte bleibt.
    Warum es nicht mehr als 1000 Wohnungen sein dürfen, hat keine Logik. Weder werden damit die Verkehrsprobleme gelöst. Noch wird die Untergrenze von 1500 – 1600 Wohngen für einen Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment erreicht. Angesichts der Wohnungsmarktengpässe ist das weder sozial noch ein ökologischer Umgang mit Flächen. In vielen Fällen wird es aufgrund der niedrigen Geschosszahlen nicht einmal Aufzüge geben. Und mit der Halbierung der Wohnungszahl verdoppelt sich der pro Wohnung entfallende Grundstückskostenanteil. Unsoziale Politik ist eben teuer und grenzt aus.
    Der von der Verwaltung vorgesehene Planungsentwurf mit bis zu 8-geschossiger Bebauung war sicher eine Provokation. Doch die trotzige, von Dorfidylle geprägte Gegenreaktion ist genauso wenig überzeugend.

    Das eigentliche Ringen um einen vernünftigen Kompromis, der die bisherigen Widersprüche der per „Wünsch-dir-was-Bürgerbeteiligung“ gesammmelten Forderungen vermeidet und auch notwendige Gelingesbedingungen wie ein stimmiges Verkehrkonzept einschließt, muss erst noch beginnen. Wird das weiter unterlassen, geht die Wasserstadt baden!

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    Titel: Geht die Wasserstadt baden?
    • Henry

      30. März 2015 at 10:38 Antworten

      Achtgeschossige Hochhäuser an der dem Landschaftsschutzgebiet zugewendeten Seite des Wasserstadtgeländes sind m. E. keine Provokation, denn so wird die herrliche Aussicht auf das Landschaftsschutzgebiet Leineaue von möglichst vielen Wohnungen aus möglich. Und diese Häuser stehen nicht im Grenzbereich der Wasserstadt zum Stadtteil Limmer sondern möglichst weit entfernt von dieser Übergangszone, so dass auch die Bewohner des jetzigen Stadtteils Limmer keinen Grund haben, daran Anstoß zu nehmen.

      Der Feststellung: „Und mit der Halbierung der Wohnungszahl verdoppelt sich der pro Wohnung entfallende Grundstückskostenanteil. Unsoziale Politik ist eben teuer und grenzt aus.“, bringt das zu befürchtende Ergebnis der sogenannten „Bürgerbeteiligung“ auf den Punkt.

      Eine echte Bürgerbeteiligung hätte diejenigen Bürger mit einbeziehen müssen, die befürchten müssen, dass Naherholungsflächen und Kleingärten ihrer Nähe zur Disposition stehen, wenn der Baugrund auf einem ehemaligen Fabrikgelände nicht konsequent effizient genutzt würde. Dass lässt sich aber leider nicht konkret darstellen, so dass diese Bürger fehlten bei der Bürgerbeteiligung.

      Und eine echte Bürgerbeteiligung hätte diejenigen Bürger stärker mit einbeziehen müssen, die händeringend nach einer finanzierbaren Wohnung suchen und weniger stark solche, die ihre Dorfidylle bedroht sehen. Für viele Bürger aber, die auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind, ist die zukünftige Wasserstadt noch viel zu vage, zu weit weg und zu unkonkret, um sich hier bei einer Bürgerbeteiligung zu engagieren. Bei denjenigen Bürger aber, die im Umfeld der ehemaligen Gummifabrik wohnen, steht oft die Besorgnis vor entstehenden Nachteilen im Vordergrund anstatt ein ungetrübter Blick auf die Chancen, die sich aus einer dichten Besiedlung der Wasserstadt ergeben.

      Auch die Tatsache, dass Aufzuganlagen dann kostengünstig eingebaut werden können, wenn die Geschosszahl hoch ist, wurde in der bisherigen Diskussion viel zu wenig berücksichtigt. Barrierefreiheit wird gerne publikumsträchtig gefordert. Wenn es aber dann darum geht, Barrierefreiheit zu ökonomisch vertretbaren Konditionen zu verwirklichen, dann wird bisweilen von denselben Aktivisten die „Einfamilienreihenhausidylle“ mit zweigeschossiger bis zweieinhalbgeschossiger Bebauung präferiert. Häuser, in denen ein großer Teil des Tagesablaufs auf Treppen stattfindet.

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      Titel: Barreirefreiheit zu okonomisch vertretbaren Konditionen verwirklichen!

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